massivum wird Pate von Drumbo

„Aus einer Mücke einen Elefanten machen“, lautet ein gängiges Sprichwort. Dieses lässt sich auch auf die neu erworbene Patenschaft von massivum übertragen. Was anfangs nur eine kleine spaßige Idee war, wurde ein paar Wochen später Realität. massivum, der Online-Shop für Massivholz-Möbel übernimmt eine Patenschaft für Drumbo, einer afrikanische Elefantenkuh im Dresdner Zoo. Wie jeder Pate, wurde auch massivum zu einem großen Kennenlernen eingeladen. Den Besuchsbericht könnt Ihr auf folgenden Zeilen lesen.
WILLKOMMEN IN DRUMBOS WELT
September 2012 - Ein strahlend blauer Himmel und wunderschöner Sonnenschein begleitet uns an diesem Tag nach Dresden. Im Gepäck: Einen Geschenkkorb und massive Vorfreude auf Drumbo. Als wir den Dresdner Zoo erreichen fällt uns sofort das Schild mit der Aufschrift „Drumbos Welt“ auf, welches auf das Zooeigene „Ristofante“ verweist. Nach kurzem Aufenthalt am Eingang des Zoos werden wir von Frau Busch vom Verein Zoofreunde Dresden herzlich begrüßt und es folgt eine kurze Vorstellungsrunde. Bei dieser Gelegenheit wird auch der mitgebrachte Geschenkkorb begutachtet. Neben ein paar Leckereien für Elefanten in Form von Brot, Möhren, Äpfel, etc. sind auch ein paar Putztücher und der aktuelle Möbel-Katalog von massivum enthalten. Natürlich massiv transportiert in einem geflochtenen Korb aus dem eigenen Sortiment.
Die Begrüßung von Elefant Drumbo
Rene - Herr der Elefanten
RENÉ - HERR DER ELEFANTEN
Neben dem Haupteingang vom Zoo befindet sich ein großes Tor, welches direkt zum Elefantenhof führt. Wir betätigen die Klingel und erwarten mit Spannung den Einlass. Geöffnet wird von René, dem Pfleger von Drumbo. Nach der Vorstellung und der Übergabe des Geschenkkorbes erhalten wir erste Infos zum weiteren Ablauf. Aus rechtlichen Gründen und aufgrund des Tierschutzes wird ein direkter Kontakt mit dem Elefant leider nicht möglich sein. René sagt aber, dass wir uns bis auf Rüssellänge nähern dürfen, was bei einem so großen Tier ja doch schon beeindruckend sein kann. René erzählt uns ein wenig über sich. Er kam 1992 in den Dresdner Zoo, im gleichen Jahr wie Drumbo. Zu Beginn war es sehr schwierig Kontakt mit dem Elefanten aufzubauen, da dieser an Menschen noch nicht gewöhnt war. Das kann sehr gefährlich werden, da Elefanten, obwohl sie sehr sanftmütig wirken, auch aggressiv werden können. Ihrem starken Rüssel und ihrem massiven Körper, haben Menschen kaum etwas entgegen zu setzen. Erst nach einiger Zeit bauen sie eine Bindung / Vertrauen zu Menschen auf und die Übergangsphase ist besonders heikel. Letztendlich hat er es aber doch geschafft. An seiner freundlichen und euphorisierten Art darüber zu erzählen, erkennt man sofort, dass er Spaß an seiner Arbeit hat und ihm Drumbo sehr wichtig ist. René führt uns in den Innenhof, auf dem auch manchmal die Elefanten Zugang haben um ein wenig Abwechslung vom Gehege oder Stall zu erfahren. Große Ästen dienen als überdimensionale Zahnstocher und bieten den Elefanten die Möglichkeit ihre Stoßzähne etwas abzuwetzen. Während René noch ein wenig erzählt, lässt sich Drumbo schon mal kurz am Tor blicken um die neuen Besucher zu begutachten.
Das Elefantengehege
ELEFANTENALLTAG
Weiter geht es in die Räumlichkeiten der Pfleger und in die Bewirtschaftungsräume. Hier erfolgt die Lagerung von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Reinigungsmittel und allerhand Utensilien die man für die Elefantenhaltung so benötigt. Als nächstes erfahren wir Details zum Elefantenalltag. Der Tag beginnt mit einer Dusche, bei der spezielle Elefantenseife benutzt wird, die einen ganz bestimmten ph-Wert hat und extra aus den USA eingeflogen wird. Danach erfolgt die Behandlung mit einem natürlichen Insektenschutz auf Zitronenmelisse-Basis. Anschließend geht es zur medizinischen Untersuchung, bei der jeden Tag der Tierarzt vor Ort ist. Hier ist das Vertrauen zwischen Tier und Pfleger als auch die Kenntnis des Tieres von entscheidender Bedeutung. Bei Blutabnahme, einem Stoßzahn-Check und Urin-Test muss der Pfleger das Tier nicht nur beruhigen, sondern auch die Stimmung des Tieres und mögliche Gefahren gut einschätzen können. Als Pfleger gibt es aber ein paar Tricks, wie man die Gefahren minimieren kann. Ein kleines Beispiel: Bei dem Stoßzahncheck, könnte der Rüssel gefährlich werden, da Elefanten von unten nach oben damit schlagen könnten. Durch den Befehl „Up“ lässt der Pfleger den Rüssel des Elefanten nach oben gehen. Der Elefant muss sich darauf konzentrieren den Rüssel oben zu halten und ist damit abgelenkt. In dieser Zeit können die Stoßzähne und auch das Maul untersucht werden. Gleichzeitig signalisiert der Pfleger durch die Untersuchung des Mundraumes eine übergeordnete Stellung. Einfache Elefantenpsychologie. Sind alle Untersuchungen abgeschlossen gibt es Frühstück. Neben dem Frischfutter (Möhren, Salat, Heu, etc.) erhält jeder Elefant jeden Morgen eine Art Müsli-Mix nach genauen Dosierungsvorgaben. Dazu gehören Quetschhafer, Kleie, Mineralstoffe, Salz und Biotin. Durch diesen Mix werden die Elefanten mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.
Der Alltag eines Elefanten
Rene - Herr der Elefanten
ALTE ELEFANTENRELIQUIEN
René erzählt uns noch eine Menge an weiteren interessanten Fakten aus der Elefanten-Welt, die wir an dieser Stelle allerdings nicht aufzählen, sondern diese immer wieder vereinzelt auf unserem Facebook-Profil veröffentlichen werden. (Mehr Infos dazu hier: www.facebook.com/massivum.de) René geht von den Fakten zur Veranschaulichung von einigen „Elefanten-Gegenständen“ über. So sehen wir im Verlauf einen Stück vom Stoßzahn, eine gegerbte Elefantenhaut, einen kleinen und einen sehr großen massiven Zahn und einen Elefantenfuß. Zu jedem Gegenstand hat René auch passendes Hintergrundwissen parat. Er versichert uns, dass jeder einzelne Gegenstand nicht gegen den Willen der Elefanten entnommen wurde. Der Fuß stammt zum Beispiel von einem kranken Elefanten der so etwas wie Elefanten-Lepra hatte. Die Zähne fallen bei Elefanten auch selber aus, da diese in ihrem Leben mehrfach neue Zähne bekommen. Erstaunlich war dann aber doch der 2-3 kg schwere Backenzahn. Im Prinzip wäre er noch schwerer, aber die Natur hat das innere des Zahns mit Holhkammern gefüllt, damit der Zahn nicht so schwer ist. Nachdem wir nun unser Elefantenwissen erweitert haben geht es weiter zur nächsten Station.
Rene - Herr der Elefanten
EIN GROSSER STEIN, EIN LOCH IN DER WAND UND EINE TOTE MAUS
Durch einen kleinen Durchgang kommen wir in das Innengehege mit den dazugehörigen Elefantenboxen in der die Elefanten ihre Nacht verbringen. Die Boxen haben eine beachtliche Größe und können einzeln geöffnet werden und ermöglichen es die Elefanten sowohl separat zu halten, als sie auch gemeinsam dort umherlaufen zu lassen. Das hat auch einen Grund. René erklärt uns, dass die Elefanten morgens nicht gleich mit dem Pfleger zusammen sind, sondern erst mal unter sich ein wenig Zeit verbringen. Dadurch haben sie die Möglichkeit ihren Spieltrieb loszuwerden und sind für anstehende Untersuchungen und Duschen entspannter. In der Box befinden sich allerhand Utensilien zum Beschäftigen, ausreichend Futter und ein Loch in der Wand, das als Getränkequelle dient. Hier kann sich Drumbo mit dem Rüssel angewärmtes Wasser besorgen. Neben einem großen Stein zum Kopf ablegen, besitzen die Boxen auch eine Fußbodenheizung. Wieder hören wir interessante Anekdoten aus dem Elefanten-Alltag. René beschreibt sie liebevoll als „erwachsene Kinder“, da sie gerne mal Blödsinn machen, vor allem wenn der Pfleger nicht hinschaut. Da Elefanten den ganzen Tag Zeit haben, beschäftigen sie sich mit Sachen, die der Pfleger manchmal gar nicht mitbekommt. Eine kleine Beispiel-Story: In einem Bereich wurden neue Fliesen angebracht und ein Elefant hat diese Stück für Stück mit den Füßen bearbeitet bis diese wieder locker war. Nach erneuter Reparatur wurde eine tote Maus auf der Fliese platziert und der Elefant hat sich davon ferngehalten. Auf Nachfrage, ob an diesem „Kinder-Märchen“ tatsächlich was dran ist, erklärt uns René, dass Elefanten tatsächlich Angst vor Mäusen haben, weil diese sich sehr schnell auf dem Boden bewegen und der Elefant dies nicht richtig wahrnehmen kann (das ist ihm unheimlich). Außerdem knabbern Ratten gern an der Fußsohle, das merkt der Elefant aber erst wenn das Nagetier sich durch die Hornhaut in das Fleisch gefressen hat. Das ist verbunden mit Schmerzen und evtl. Infektionen. Das gilt es zu vermeiden. Wir schauen uns noch ein wenig in der Box um, bekommen aber so langsam den Wunsch die Elefanten persönlich zu treffen. Das merkt auch René und bricht mit uns zum Elefanten-Treffpunkt auf.
Der Elefantenspielplatz
EINE RÜSSELLÄNGE ABSTAND BITTE
Wir kehren auf den Innenhof zurück und gehen zum großen Tor, das den Innenhof mit dem Elefantengehege verbindet. Ohne Groß zu rufen, kommen die Elefanten Mogli, Sawu und Drumbo an das Tor, wahrscheinlich waren sie neugierig welche neuen Besucher hier vor Ort sind, kommt ja nicht so oft vor. Wir werden gleich ausführlich gemustert, aber auch wir sind beeindruckt von diesen stattlichen massiven Tieren (selten kommt man mal so nah heran, quasi einen Rüssel entfernt). Drumbo erhält ein frisches Brot aus dem mitgebrachten Geschenkekorb und verspeist es mit einem Bissen … beeindruckend. Es gibt wieder Infos zum Umgang mit den Elefanten. Elefanten können ihren Namen unterscheiden und verstehen sehr viele Befehle. Um sie zu erziehen (wenn sie was falsch machen) sind keine wilden Gestikulationen o.ä. notwendig, es reicht wenn man mit der Stimme lauter und direkter wird. Außerdem ist es wichtig, dass sich der Pfleger mit dem Elefanten beschäftigt, mit ihm mal spielt oder ihn knuddelt, das stärkt die Bindung. Während er erzählt zeigt Mogli seine Künste, indem er sich auf das Tor stellt und versucht mit seinem Rüssel, Blätter von den umliegenden Bäumen zu holen. Es ergibt sich eine witzige Situation: Drumbo steckt den Rüssel in das Maul von Mogli – René erklärt die Situation: Drumbo prüft: „Hast du das gleiche wie ich?“ Falls nicht, könnte es auch Streit zwischen den Elefanten geben. Wenn die Pfleger dem Elefanten ins Maul fahren bedeutet das so viel wie: Ich steh über dir, erklärt René. Wir bestaunen noch eine Weile das Treiben der Elefanten und die Art wie sie geschickt mit ihrem Rüssel hantieren. Ein Elefanten Rüssel hat über 40.000 verflochtene Muskelstränge und ist dabei so feinfühlig, dass sie eine Stecknadel vom Boden aufheben könnten – gleichzeitig kann er damit Lasten von bis zu 200 kg heben. Nachdem wir lange genug gestanden haben, verabschieden sich Mogli und Sawu und kehren ins Gehege zurück, nur Drumbo bleibt noch ein wenig, als wüsste Sie, dass wir die neuen Paten sind. Irgendwann verabschiedet sich auch Drumbo und es wird Zeit für uns zu gehen. Wir bedanken uns bei René für seine tolle Führung, die vielen Infos und Geschichten und wünschen ihm weiterhin alles Gute. Wir winken zum Abschluss nochmal den Elefanten und gehen mit Frau Busch die Spendentafeln besichtigen. Hier hat massivum ein massives goldglänzendes Schild erhalten auf der die Patenschaft verewigt wurde. Auch wir erhalten noch ein Schild für das eigene Büro, was ganz sicher einen Platz finden wird. An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich bei Frau Ines Busch vom Zoofreunde Verein Dresden bedanken, die uns diesen tollen Tag ermöglicht hat. Auch dem Dresdner Zoo gebührt ein Dank und wir freuen uns auf die gemeinsame Patenschaft.

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