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Küchenanrichte

Was zeichnet eine Küchenanrichte aus?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Möbel, das zum Anrichten von Speisen geeignet ist. Es hat seinen Ursprung in den verbesserten Wohnverhältnissen der frühen Neuzeit, als es in immer mehr Haushalten zur räumlichen Trennung von Kochstelle und Essplatz kam. Um die Mahlzeiten als Speisen anzurichten, wurde ein Möbel benötigt, das eine Arbeitsfläche und Verstaumöglichkeiten bot. Die ersten Anrichten waren abgewandelte Küchentische mit offenen Ablagen. In Haushalten, die über eine Auswahl an Geschirr, Besteck und Küchenutensilien verfügten, genügten diese bald nicht mehr, sodass die Anrichten zu Kastenmöbeln weiterentwickelt wurden und schließlich sogar Schrankhöhe erreichten.

Der Blick auf die Vergangenheit zeigt, dass sich Küchenanrichten auf Grund ihrer Arbeitsfläche zum Vorbereiten, Garnieren und Bereitstellen von Speisen von anderen Möbeln unterscheiden. Diese Arbeitsfläche kann sich auf einem tischartigen Möbel genauso gut wie auf einem Schränkchen befinden. Ebenso kann sie mit einem Aufsatz erweitert sein, der zusätzliche Ablagen oder Fächer bietet.

Welche Möbel sind Küchenanrichten?

Im Umkehrschluss ist Küchenanrichte also ein Oberbegriff für verschiedene Möbel. Welche dazu gehören und worin sie sich unterscheiden, möchten wir im folgenden Überblick zeigen:

  • Anrichtetische – auch Seitentische genannt – sind Küchenanrichten ohne Aufsatz und ohne Fächer. Sie stehen meist auf vier Sockeln und verfügen über eine Tischplatte sowie eine oder mehrere offene Ablagen.
  • Sideboards sind Küchenanrichten ohne Aufsatz. Sie können nur mit Türen, aber auch kombiniert mit Schubladen oder offenen Fächern ausgestattet sein. Ursprünglich waren auch Varianten verbreitet, deren Arbeitsfläche aufklappbar war und ein truhenähnliches Fach abdeckte.
  • Buffetschränke sind Küchenanrichten mit Aufsatz, das heißt auch Sideboards mit Aufsatz, wobei der Aufsatz bei vielen Modellen abnehmbar ist. Die schrankhohen Möbel sind meist sowohl mit geschlossenen Fächern, als auch mit Glasfächern ausgestattet.

Von der Küche ins Wohnzimmer: 3 Wohnideen mit Anrichten

Ihren angestammten Platz haben Küchenanrichten längst verlassen. Anhand dreier Wohnideen wollen wir Ihnen zeigen, welche Möglichkeiten sich dadurch bieten:

 

Satztische zum Zusammenstellen

 

Wohnidee 1: freistehende Küchenanrichte

Während die Holzanrichte in klassisch eingerichteten Küchen meist gegenüber von Herd und Spüle an der Wand stand, kann sie im modernen Konzept der offenen Küche (oder Wohnküche) auch freistehend platziert werden. Voraussetzung dafür ist, dass Sie ein Modell ohne Aufsatz und mit schöner Rückwand aus Holz verwenden. Dann bildet die Küchenanrichte nicht nur einen Raumtrenner zwischen Koch- und Essbereich, sondern auch eine Art Nebentisch, auf dem Schüsseln, Schalen und Teller in Reichweite des Esstischs stehen.

 

Satztische zum Zusammenstellen

 

Wohnidee 2: verschiedene Esszimmeranrichten kombinieren

Damit es um eine Essgruppe herum gemütlich und wohnlich wird, empfiehlt es sich, in ihrem direkten Umfeld mindestens ein niedriges und ein hohes Schrankmöbel zu kombinieren. Was könnte sich dafür besser eignen als ein Sideboard und ein Küchenbuffet aus derselben Möbelserie? Zusammen schaffen sie ein organisches Gesamtbild, weil für den Betrachter ein stufenweiser Übergang zwischen Fußboden und Decke entsteht. Hängeleuchten, Vorhänge und Wandbilder können diesen optischen Eindruck begünstigen. Für den Fall, dass Ihr Essbereich unter einer Dachschräge eingerichtet ist, können Sie die Wohnidee abwandeln, indem Sie ein Sideboard mit einer schmalen Vitrine kombinieren oder einzelnes Sideboard aufstellen und darüber einen Spiegel oder ein Wandbild anbringen.

 

Satztische zum Zusammenstellen

 

Wohnidee 3: Wohnzimmeranrichte anstelle eines Schranks

Durch die Öffnung des Essbereichs zum hybriden Wohn-Essbereich in modernen Wohnkonzepten, gehören Küchenanrichten mittlerweile auch zu den Wohnzimmermöbeln. Einen geeigneten Platz finden Sie am Übergang (oder Durchgang) zwischen Essgruppe und Sitzgruppe. Wo früher gerne ein Wohnzimmerschrank oder eine Schrankvitrine platziert wurden, ist heute eher ein flaches Schrankmöbel angesagt. Der Vorteil liegt darin, dass die Wand nicht zugestellt wirkt und stattdessen die Wandgestaltung oder Wanddeko zum Tragen kommen. Der Platz auf der Wohnzimmeranrichte kann zudem für weitere Dekoobjekte, Vasen, Bilderrahmen und Ähnliches genutzt werden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für Holzanrichten bieten sich in Fluren, wo Sie auf Modelle mit geringer Tiefe achten sollten, oder im Außenbereich – allerdings unterscheiden sich Gartenanrichten von herkömmlichen Küchenanrichten in zwei Punkten: Zum einen bieten sie häufig eine offene Ablage unter der Arbeitsfläche. Zum anderen stehen sie bodenfrei auf Sockelfüßen.

Designtrends bei Küchenanrichten

Mit ihrem Wandel vom Küchenmöbel zur vielseitigen Aufbewahrungsmöglichkeit für verschiedene Wohnbereiche, hat sich auch das Design der Küchenvitrine weiterentwickelt. Doch es gibt Unterschiede: Während die Modelle ohne Aufsatz heutzutage praktisch in allen Wohnstilen zuhause sind, entsprechen die Modelle mit Aufsatz meistens noch dem klassischen Vorbild aus dem 19. Jahrhundert. Deren Designmerkmale lauten:

  • Breite zwischen 150 und 180 cm, Höhe zwischen 190 und 220 cm
  • dreigliedriger Aufbau (je drei Türen und Schubladen im Sideboard, drei Glastüren im Aufsatz)
  • hauptsächlich aus Massivholz gefertigt, bis auf Details wie Griffe oder Schubladeneinsätze
  • mit Sockel, Kranzleiste und Türfronten in Kassetten-Optik verziert
  • entweder naturfarben oder in Weiß, Creme oder Dunkelbraun lackiert

Variiert und neu interpretiert werden diese Küchenbuffets heutzutage durch Stilelemente des Shabby Chic, der von Patinierung und künstlichen Gebrauchsspuren lebt, sowie durch alternative Materialien wie Rattan oder Recyclingholz. Letzteres bricht durch seine rustikale Bearbeitung und den Mix verschiedener Holzarten das traditionell eher zurückhaltende Farbschema der Buffets auf.

Küchenanrichten ohne Aufsatz sind oft Teil von Esszimmerprogrammen und unterliegen damit den Trends, die für Esstische und Essstühle gelten. Hier ein kleiner Überblick:

  • Im minimalistischen, aber gemütlichen Skandinavienstil ist Holz mit funktionaler Formgebung Trumpf. Jegliche Verzierungen und Schnörkel des klassischen Landhaus-Designs werden verbannt. Selbst Details wie Griffe oder Griffleisten werden möglichst unauffällig und fließend ins Gesamtbild integriert.
  • Im rauen und eher maskulinen Industrial Style werden Holzanrichten mit Metall kombiniert. Dies kann einzelne Schubkastenfronten betreffen, aber auch Teile des Korpus oder tragende Teile wie Gestelle und Füße. Außerdem liegen Hell-Dunkel-Kontraste von naturfarbenen und braun bis schwarz lackierten Holzoberflächen im Trend.
  • Im Mid-Century Style zeigen sich Anrichten mit einer dezenten Eleganz und Retrocharme. Geometrische Formen treten klar konturiert hervor, können auch im Kontrast zueinander stehen – so wie konische, zierliche Füße und wuchtige, quaderförmige Korpusse. Glänzende metallische Griffleisten runden das Design ab.

Wie Sie Ihre Küchenanrichte richtig pflegen

Wie Sie sehen, bleibt Holz bei Küchenanrichten das vorherrschende Material. Der Naturstoff überzeugt mit zeitloser Ästhetik und handfesten Vorteilen wie Stabilität und Langlebigkeit. Hinzu kommt der nachweislich positive Effekt von "atmenden" Holzoberflächen auf das Raumklima oder die besondere Haptik von Holz, die zusammen mit optischen Reizen wie der Farbe und Maserung eine unverwechselbare Sinnlichkeit ergibt. Selbst in puncto Pflegebedarf kann Holz gegenüber anderen Materialien überzeugen: Für die Reinigung im Alltag genügt ein leicht angefeuchtetes Tuch – im Nu ist die Holzanrichte entstaubt. Von Streifen oder Schlieren, die auf Hochglanzoberflächen sofort ins Auge fallen, fehlt jede Spur. Und wenn Sie den Oberflächenschutz der Möbel zwei- bis dreimal im Jahr auffrischen, bleibt Ihnen die Schönheit des Holzes auch lange erhalten.

Die Glasflächen von Aufsätzen lassen sich mit Tüchern nicht immer streifenfrei reinigen. Andererseits ist der Einsatz von Gummiabziehern, wie beim Fensterputz, auf Grund der kleinen Glasflächen nicht möglich. Wir empfehlen daher, ein Microfasertuch mit etwas Wasser und Spüli zu befeuchten. Die Restfeuchte können Sie anschließend mit etwas Zeitungspapier wegpolieren. Bei hartnäckigem Schmutz helfen etwas Essig oder Spiritus anstelle des Spülmittels. Vorsicht: Mit dem Microfasertuch bitte nicht die Holzoberflächen reinigen, weil diese zu Kratzern führen können!

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